Wachau / Senftenberg

Mit etwas müden Beinen sitze ich auf der Couch und schreibe den Bericht, denn diesmal war es eine Kombination aus Zugreise und radfahren. Von Krems nach Wien sind es 90km und die stecken mir nun in den Beinen, obwohl der Windgott sehr gnädig war und wir fast nur Rückenwind hatten. Ein schöner Ausflug, der sehr gut mit einer Übernachtung machbar ist...zwei oder mehr Übernachtungen hätten mich aber auch nicht gestört, denn die Wachau gehört für mich zu einem der schönsten Fleckchen Erde.


Stand: Juli 2023

Aufenthalt: 1 Tag 

Die Anreise

Von Wien ist man in ca. 1,5 Stunden in Krems und von dort sind es 6km nach Senftenberg. Da wir die Fahrräder dabei hatten, war kein Transfer notwendig, aber ich bin sicher, dass sich da leicht was organisieren läßt. 

Die Unterkunft

Das Weinhotel Nigl liegt malerisch unterhalb der Burgruine Senftenberg. Es ist an den Gutshof angegliedert und neu gebaut. Mir persönlich gefällt der moderne Landhausstil sehr gut. Wir hatten ein Dopplezimmer mit Terrasse und dieses war angenehm von der Größe, das Bad ebenso. Das alte Gutshofgebäude und der Innenhof haben ein bisschen Toskanafeeling aufkommen lassen. Die Lage ist traumhaft in den Weinbergen und es ist alles sehr geschmackvoll dekoriert. Der Spa-Bereich ist sehr großzügig und man kann in zwei Saunen und einem Dampfbad entspannen. Tee und Getränke stehen zur Entnahme bereit. Zum Entspannen laden sehr schöne Liegen und eine große Sonnenterrasse mit einem grandiosen Blick in die Umgebung ein. Der Pool ist traumhaft schön und auch im Poolbereich kann man auf Sonnenliegen entspannen. Die Ausstattung ist in allen Bereichen sehr hochwertig und geschmackvoll. Ein Seminarraum steht auch zur Verfügung...ich kann mir gut vorstellen, dass es sich hier sehr gut arbeiten und entspannen läßt. 

Die Verpflegung

Ich habe beim Abendessen kein Foto gemacht, weil wir Hochzeitstag hatten und die Handies am Zimmer geblieben sind...darum gibt es ein Foto vom Frühstücksbuffet, das übrigens sehr gut ist. Eine große Auswahl an Wurst, Käse, Eigerichten, Aufstrichen, Obst, Joghurt, Müsli, tolles Brot und Gebäck und natürlich Marillenmarmelade. Es gibt auch noch andere Sorten, aber ich habe mich für den Wachauklassiker entschieden - göttlich...die Marmelade ist hausgemacht und man kann sie auch für zu Hause käuflich erwerben. Gemacht wird sie von Bertram Nigl, der sich das Kochen zu seiner Aufgabe gemacht hat.
Das Restaurant bietet eine schöne Auswahl an Klassikern und internationalen Gerichten. Es stehen das Weinhaus-Menü und das Menü Goldberg zur Wahl, die man aber nicht nehmen muss. Es ist auch möglich die Gerichte nach Gusta und Laune selber zusammenzustellen. Ich hatte ein Vitello tonnato und, weil ich selber nie Leber mache, die gebratene Kalbsleber...es war sehr gut und schmackhaft. Wie sollte es anders sein wenn man in der Wachau ist, zum Nachtisch mussten es natürlich Marillenpalatschinken sein...ein Wort dazu: himmlisch
Und dass der Wein auch sehr gut ist, brauche ich nicht groß zu erwähnen. Ich mag generell die Weine von Nigl sehr gerne. Zum Anstossen gab es einen Rose Sekt und danach einen Grünen Veltliner. Ja, ich bin eine bekennende Schnapsdrossel und da holt uns wieder die Marille ein...der Marillenbrand zum Abschluss war auch sehr gut.

Die Ausflüge

Dieses Mal war es, wie schon erwähnt, nur ein sehr kurzer Aufenthalt und ich bin direkt von Senftenberg mit dem Rad nach Wien gefahren. Das ist aber auch schon der erste Tipp, den ich habe, denn der Donauradweg ist wunderschön. Toll ausgebaut, wenn man das so sagen darf, fährt man entlang der Donau und in den Auen dahin. Aber auch ohne Rad lohnt sich ein Besuch in der Wachau, denn auf dem Welterbesteig kann man in Etappen die Wachau durchwandern. Wir sind einmal von Krems nach Dürnstein gegangen und dann mit dem Schiff zurückgefahren. Eine Schifffahrt bietet sich auch an, denn vom Wasser aus sieht man die schöne Wachau aus einer anderen Perspektive.
Einen Besuch in der Kunsthalle Krems kann ich auch nur empfehlen. Es gibt immer wieder tolle Ausstellungen...auch in der Wachau regnet es mal, da bietet sich ein Besuch dort an.

Das Fazit

Egal ob für kurz oder etwas länger, die Wachau ist immer einen Besuch wert. Landschaftlich, kulinarisch und kulturell wird sehr viel geboten und dazu gibt es immer die perfekte Weinbegleitung.